Mikroemulsion

Eine Mikroemulsion ist eine sich spontan, ohne mechanische Einwirkung, bildende Emulsion, die unter bestimmten Bedingungen (Konzentration an Tensid, Salzgehalt, Temperatur) aus einem Gemisch zweier flüssiger Phasen gebildet wird.

Die Tröpfchengröße liegt unterhalb der Wellenlänge des sichtbaren Lichtes, weshalb Mikroemulsionen im Gegensatz zu gewöhnlichen Emulsionen transparent sind. Ein weiteres Charakteristikum ist die Phaseninversion auf Mikroebene; d.h. Tröpfchen der emulgierten Phase können wiederum Tröpfchen der umgebenden Phase enthalten.

Die Bildung von Mikroemulsionen wird zum Beispiel bei der tertiären Erdölförderung (Tensidfluten), bei der lösungsmittelfreien Entfettung oder bei der Verabreichung hydrophober Wirkstoffe in der Pharmazie genutzt.

Die Grenzflächenspannung ist bei Mikroemulsionen extrem klein (bis hinunter zu 10-6 mN/m). Spinning-Drop-Tensiometer dringen bis in diesen Messbereich vor, so dass die Bedingungen für die Bildung einer Mikroemulsion mit Spinning-Drop-Messungen untersucht werden können.