Ringabrissmethode

Die Ringabrissmethode ist eine Variante der Ringmethode nach Du Noüy zur Messung der Oberflächenspannung oder Grenzflächenspannung, die historisch der heutigen Vorgehensweise vorausgeht. Statt wie bei modernen Tensiometern üblich das Kraftmaximum durch zyklische Dehnung und Entspannung der Lamelle mehrfach zu detektieren, wird die Lamelle bis zum Abriss überdehnt, sodass je Messung nur ein Wert ermittelt wird.

Diese Vorgehensweise stammt noch von mechanischen, manuellen Tensiometern, bei denen eine kontrollierte Dehnung und Entspannung der Lamelle kaum möglich ist. Außderem erfolgt dabei die Anzeige des Kraftmaximums mithilfe eines Schleppzeigers, dessen Anzeigewert sich nach Rückgang der Kraft nicht wieder verringert.

Aufgrund ihrer Verwendung in älteren, aber gültigen Normen (z. B. ASTM D 971) kommt die Ringabrissmethode noch heute zur Anwendung.