Neuer Weg für Gerätesoftware

Vom KRÜSS Entwicklungsprojekt ADVANCE zum neuen Softwareunternehmen ADVUX

Für das breite Methodenspektrum von KRÜSS existierten noch bis vor kurzem sechs unabhängige Softwareprodukte mit spezifischer Funktionalität für die jeweilige Messmethode. Damit alle Produktlinien gleichzeitig von technischen Weiterentwicklungen profitieren, stockte KRÜSS Geschäftsführer Florian Weser das Softwareteam vor drei Jahren massiv auf. Unter dem Namen ADVANCE, dem größten  Entwicklungsprojekt in der Firmengeschichte, sollte eine neuartige Software für alle Messinstrumente geschaffen werden.

User Experience (UX) im Fokus der ADVANCE Software

Hinter ADVANCE steht vor allem eine an der User Experience (UX) ausgerichtete Philosophie für die Entwicklung benutzerfreundlicher Software. Der Schlüssel für das Bedienkonzept liegt in einem universellen Arbeitsablauf von der Vorbereitung bis zur Auswertung, dem im Grunde alle wissenschaftlichen Messverfahren folgen. Mit ADVANCE gelang es, diesen Workflow organisch abzubilden und so die Software intuitiv bedienbar zu machen. Entstanden ist eine flexible, klare und modulare Struktur, die jeweils alle im Kontext benötigten Funktionen anbietet, ohne sie in Menüs zu verstecken.

Neues Softwareunternehmen ADVUX

Inzwischen hat ADVANCE die meisten früheren Softwareprodukte abgelöst und das Großprojekt ist nahezu abgeschlossen. Das positive Feedback gab KRÜSS Geschäftsführer Florian Weser Anlass für die Ausgründung von ADVUX, eines auf Laborsoftware spezialisierten Unternehmens. Als ADVUX Geschäftsführer konnte Weser den Softwarearchitekten Robrecht Scheepers gewinnen, der als Leiter des ADVANCE Teams das Produkt zum Erfolg geführt hat. Mit den Prinzipien Prozessorientierung, Modularität, Klarheit und Agilität hat sich ADVUX der Entwicklung anwenderfreundlicher Software für Labormesstechnik verschrieben.

ADVANCE als Grundstein für die neue Firma

Mit den erfahrenen Entwicklern und ADVANCE als Referenz hat die neue Firma eine starke Ausgangslage:  ADVANCE kommuniziert mit verschiedenen Bus-Systemen und verarbeitet Videobilder ebenso wie Leitfähigkeitsmesswerte oder die Daten von Kraft-, Druck- und Temperatursensoren. Sie steuert Beleuchtungen, Kameras, elektronische Durchflussregler, Piezo-Elemente und Thermostaten sowie Schritt- und Servomotoren. Die Rohdaten werden im offenen XML-Format abgelegt und lassen sich problemlos in LIM-Systeme einbinden. „Von der Philosophie dieser Modularität und Offenheit sollen auch Hersteller von Geräten für andere Messverfahren und Laboranwendungen profitieren“, sagt Weser.

Bereits auf der analytica 2016 in München wird sich ADVUX auf einem eigenen Messestand (Halle A1, Stand 216) präsentieren.